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Botswana - Im Reich der Elefanten

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Das Herz des südlichen Afrika ist weit. Seine Venen, das Okawango-Delta, kennt jeder. Botswana, das Land drumherum, kaum einer. Es ist menschenleer, doch voller wilder Tiere. Seit absolutes Jagdverbot herrscht, leben hier ein Drittel aller afrikanischen Elefanten. Was eine Reise durch Botswana unvergleichlich macht.


Von Alexa v. Busse

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Botswana liegt mitten im südlichen Afrika, eingerahmt von Namibia im Westen, Südafrika im Süden, Simbabwe im Osten und Sambia im Norden. Das Land ist fast so groß wie Frankreich, und doch leben gerade einmal zwei Millionen Menschen darin – etwa so viele wie in Hamburg. 250.000 davon wohnen in der Hauptstadt Gaborone.

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Das Ökosystem ist Botswana mehr als wichtig. 2014 hat Präsident Ian Khama die Jagd komplett verboten, 40 Prozent des Landes sind Naturschutzflächen. Die meisten Touristen fliegen von Lodge zu Lodge, mit kleinen Propellermaschinen, eine geplättete Sandpiste hinterm Edelcamp dient als Flughafen. Von oben betrachtet, wechselt die Landschaft ihre Kleider wie Madonna bei einer Best of-Show.

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Am Boden, aus dem obligatorischen Allrad-Antrieb heraus, haben die Augen mehr Zeit, Wüste, Steppe und Savanne zu fassen und Löwen, Impalas und Giraffen zu begrüßen. Nur eins ist seltsam.

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Immer wieder durchziehen regelrechte Kahlschläge die gesunden, grünen Landschaften. Brände können das nicht gewesen sein, denn zwischendrin stehen immer wieder kräftige, unversehrte Bäume. Was ist hier nur passiert?

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Es ist 6:13 Uhr. Coca Dikoma schaukelt das Schiff, einen Toyota Landcruiser, sicher durch die sandigen Furchen Savutis. Coca hat noch nie Schnee gesehen, seine Gäste noch nie Giraffen oder Elefanten in freier Wildbahn. Damit kann er dienen, meistens zumindest. Jetzt sowieso, denn es ist November und alle warten auf den Beginn der Regenzeit. Noch kam kein Tropfen, also versammeln sich die Tiere dort, wo auch nur das kleinste bisschen Wasser zu holen ist.

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Und das ist genau hier, in der Savanne Savutis. Am "Marabou Waterhole" reicht eine normale Kamera nicht mehr aus, um das ganze Schauspiel zu erfassen. Im Wasserloch stehen zwei Elefanten, ein Schakal und zwei Warzenschweine versuchen immer wieder, dazuzustoßen. Aber das funktioniert nicht, denn zwanzig Meter weiter liegt ein Rudel Löwen, das den Safari-Toyota als Versteck nutzt. Schließlich zieht auf der anderen Seite des Wagens in etwa achtzig Metern Entfernung eine Gruppe Gnus vorbei. Es ist unglaublich.

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So etwas haben selbst die erfahrenen Safari-Touristen noch nicht erlebt. Sie brauchen eine Pause. Coca fährt ein Stück ins Abseits, an einen sicheren "Stretching Point", und packt aus. Selbstgemachte Haferkekse, Kaffee, Orangensaft – alles inklusive natürlich. Wie der Wake-up-Coffee auf dem Zimmer vor drei Stunden, das Frühstück, der Game Drive selbst, das Mittagessen danach, High Tea (wieder snacken) um 15:30 Uhr, noch ein Game Drive, Sundowner in der Wildnis, die Drinks an der Bar, das Abendessen, dazu Gesang und Tanz der Angestellten. Einfach alles.
Aber jetzt gerade macht das echte Afrika-Feeling einzig und allein der Rooibos-Tee, das Nationalgetränk Südafrikas, berühmt seit Kolonialzeiten. Obgleich Botswana nie Kolonie war.



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Doch das Marabou Waterhole ist nicht das Einzige in der Nähe. Die Savute Safari Lodge hat auch direkt vor der Haustür im Savuti Channel zwei künstliche Wasserlöcher geschaffen, damit Giraffen, Schakale, Hyänen, Löwen und Elefanten ein wenig rasten können. Direkt vor den Augen der Gäste. 4.000 Liter Wasser werden an trockenen Tagen pro Stunde hochgepumpt, seitdem der Kanal wieder ausgetrocknet ist.




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Von 2008 bis 2014 war der Savute Channel voller Wasser, das erste Mal seit den 80er Jahren. Die Tierbeobachtungen sind in solchen Flutperioden total anders, eine Leopardenmutter brachte ihren Jungen zuletzt sogar das Fischen bei, um zu überleben.

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Jetzt aber, gegen Ende der Trockenzeit, findet sich woanders kaum noch ein Tropfen Wasser. Also kommen sie – alle. So hat man die Elefanten ständig im Blick, und kann sich doch nicht satt sehen – am Pool...

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... im Schlafzimmer ...

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... und selbst beim Duschen.

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Mit der Dunkelheit kommen sie in Dutzenden, um sich die Pfützen teilen. Oder auch nicht, denn die verschiedenen Herden und Clanchefs wissen ihr Hoheitsgebiet zu verteidigen. Das kann laut werden.

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An den Elefanten-Soundtrack müssen sich die Gäste erst gewöhnen, aber Angst hat niemand, denn Savute Safari ist wie jede Lodge mit einem von Strom durchzogenen Elefantenzaun gesichert. Außerdem sitzen Coca und seine Kollegen mit am reich gedeckten Tisch, denn hier sind Guides und Gäste ebenbürtig. Der Kunde ist König, aber auch Könige schätzen eine familiäre Atmosphäre und gute Geschichten.

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Savuti wirkt wie ein anderer Planet, wo die Tiere die Krone der Schöpfung sind. Doch auch diese macht offenbar nicht alles richtig, denn auch in dieser Idylle finden sie sich immer wieder – diese Kahlschläge. Was ist das, Coca?

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444.000 Quadratkilometer Naturschutz: Die Kavango Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA)
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Sie ist also getrübt – die Freude darüber, dass sich Elefanten in Botswana und vor allem im Chobe Nationalpark so wohl fühlen. Natürlich kurbeln sie den Tourismus an, gleichzeitig aber bauen sie das Land ab. Auch das der Bauern, eine Säule der botswanischen Gesellschaft, die traditionell von der Viehwirtschaft lebt. Aber auch in den umliegenden Staaten wie Namibia wüten die Kolosse nachts durch die Maisfelder und zerstören ganze Ernten.

Nicht zuletzt deshalb sind die Meinungen zum Jagdverbot in Botswana geteilt. Aber einig ist man sich schon lange, dass das Problem unabhängig von der jeweiligen Gesetzeslage gelöst werden muss und der afrikanische Elefant nicht aussterben darf. Deshalb entsteht seit 2011 die KAZA, die Kavango Zambezi Transfrontier Conservation Area, oder auch: das größte Naturschutzgebiet der Welt.

36 Nationalparks sollen über fünf Länder hinweg zu einem verbunden werden. Wie das funktionieren soll? Indem man den jeweiligen Gemeinden die Hoheit über ihr Land zugesteht und sie schützen lässt, was ihnen einen wirtschaftlichen Vorteil bringt. Wer eine Lodge für Natur-Touristen bauen will, zahlt dafür an die Gemeinde und bildet Menschen aus den umliegenden Dörfern zu Guides aus. So die Idee der "Conservancies", der Gemeindeschutzgebiete.

Auch Deutschland ist maßgeblich an dem Projekt beteiligt. Mit 35,5 Millionen Euro ist die deutsche KfW Entwicklungsbank größter Geldgeber. Die Förderung ist vorerst bis 2021 angesetzt. Auch Holland, die Schweiz und die USA sowie einige NGOs helfen mit, darunter der WWF.

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444.000 Quadratkilometer Naturschutz: Die Kavango Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA)
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Was auch immer bei den KAZA-Bemühungen herauskommen wird, Botswana wird vorerst eines der besten Länder für besondere Safaris bleiben. Vor allem für besondere Begegnungen mit den sensiblen Elefanten. Die Regierung hält am Jagdverbot und damit auch am Tourismuskonzept fest: wenige, aber gut zahlende Gäste sollen das Land bereisen. Und das heißt: Safaris durch Botswana gibt es ab "nicht günstig" bis "extrem teuer". Aber das ist den Gästen hier ihr Urlaub sowieso.

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Die meisten reisen etwa drei Wochen durch das Land, oft in Verbindung mit einer Rundreise durch Namibia. Aber keine Reise durch Botsuana kann ohne einen Besuch im einzigartigen Okawango-Ökosystem zu Ende gehen. Drei bis vier Autostunden südwestlich von Savuti beginnt das Moremi Game Reserve, das Delta-Schutzgebiet. Und die Heimat von 444 Vogelarten, 122 verschiedenen Säugetiere, 71 Fisch- und 64 Reptilienarten.

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Und natürlich gehört auch der Elefant dazu. Die letzten Sonnenstrahlen tauchen das Ufer in die warmen, goldenen Farben, die uns Afrika so ins Herz brennt. Zwei Minuten für das perfekte Foto, dann der Abschied. Vom sanften Riesen, dem zerstörerischen Herrscher, dem bedrohten afrikanischen Elefanten.

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In Botswana sind Begegnungen mit den Big Five fast garantiert. Und viele Tiere kommen auch ganz nah – wie diese Warzenschweinfamilie im Hotelgarten.

Hier findest du hier eine kleine, exemplarische Auswahl der Tiere, die du häufig sehen wird. Aber es gibt hunderte mehr.

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Die größten der Big Five sind die Elefanten, wobei sich die Bezeichnung nicht auf die Körpergröße bezieht, sondern auf die Gefahr und den Schwierigkeitsgrad, den sie für Jäger darstellen. Die ersten, weißen Großwildjäger haben den Begriff "Big Five" erfunden.

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Ebenso gefährdet wie der afrikanische sind die Spitz- und Breitmaulnashörner. In China und Vietnam glaubt man an die Heilkräfte des Hörner, sie bringen den Wilderern viel Geld ein. Da der Wildschutz in Botswana wesentlich besser funktioniert als in Südafrika, siedelt man inzwischen Nashörner hierher um. Und die Präsidentenfamilie hat sich persönlich um den Schutz gekümmert, indem sie 1992 ein Stück Land für sie zum bewohnbaren Tierpark erklärt hat – das Khama Rhino Sanctuary.

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In der Savute Safari Lodge liegen "Verhaltensregeln gegenüber wilden Tieren" aus. Im Grunde soll man immer eins tun: Mund halten und ganz langsam rückwärts bewegen. Beim Büffel steht: "Rennen!"
Die Tiere sehen gemütlich aus, können aber ganz und gar ungemütlich und extrem gefährlich werden, vor allem wenn sie allein oder in einer kleinen Herde von Jungbullen sind.

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Löwen leben überall in Botswana, aber besonders große Rudel tummeln sich in den trockenen Sümpfen Savutis. Dort finden sie Antilopen wie Impalas als Vorspeise ebenso wie Hauptgerichte wie Gnus, Büffel und Zebras – und speziell hier auch Elefanten.

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Einen Leoparden zu entdecken, ist gar nicht so einfach, denn meistens liegen sie auf dicken Ästen in der Mitte von Bäumen. Dort schleppen sich sogar ihre Beute hoch und kommen tagelang nicht herunter. Aber egal, wo sie sind oder was sie gerade machen: Safarifahrzeuge können sie weder beeindrucken noch stören.

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Schon mal auf die kleinen Hörnchen einer Giraffe geachtet? Daran kannst du unterscheiden, ob Männchen oder Weibchen vor dir steht. Die weiblichen Hörner sind buschig bis flauschig, die Männchen schubbern sich diese Haare ab. Der Giraffenmann trägt also Glatze.

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Wesentlich häufiger als Menschen sieht man in Botswana diverse Antilopenarten. Dazu zählen Impala, Oryx, Kudu und Tsessebe, aber auch die Ellipsen-Wasserböcke. Kleine Eselsbrücke, um sich zu merken, was was ist: Die Wasserböcke sehen aus, als hätten sie etwas zu lange auf einer Klobrille gesessen.

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Im Dezember bekommen viele Zebras in Savuti ihre Fohlen. Jede Mutter schirmt ihr Kind dann für ein paar Tage von der Herde ab, damit beide sich die individuellen Muster ihrer Körper einprägen und sich nicht mehr verlieren können.

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Warzenschweine begegnen dir in Botswana wirklich überall: Mitten in der Steppe, mitten in der Stadt und mitten im Hotelgarten. Sie werden auch "katholische Schweine" genannt, weil sie ob ihres kurzen Halses zum Fressen niederknien müssen. Diese beiden kommen einfach nicht ans Wasserloch, weil die Löwin sie sehr aufmerksam beobachtet.

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In Botswana gibt es nur wenige Affenarten im Gegensatz zum restlichen Afrika: Bärenpaviane und Grünmeerkatzen. Vor beiden sollte man sein Hab und Gut schützen. Dieser hier drang durch ein offenes Fenster in unser Auto ein und klaute unsere Lakritzvorräte und einen Apfel.

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Das "Hippo" (hippopotamus auf Englisch) ist quasi das Pendant zum Büffel im Wasser: Sieht friedlich aus, ist aber für die meisten tödlichen Treffen von Mensch und Tier in Afrika verantwortlich. Die Guides erkennen aber sehr schnell, wann man eine Gruppe Flusspferde lieber in Ruhe lässt und schippern gelassen an ihnen vorbei.

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Die Ufer des Chobe River bei Kasane sind mitunter von Krokodilen gepflastert. Sie können aus dem Stand sieben Meter weit springen, weshalb man nicht allzu nah an sie heranfahren sollte.

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Erdfarben und klitzeklein sind sie oft schlecht zu sehen, aber doch überall. Das Baumhörnchen macht Safaritouristen durch sein schrilles Geschrei häufig auf Raubtiere aufmerksam oder ist mitunter auch einfach genervt von den Touristen selbst.

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Im anbrechenden Morgen zu beobachten, wie Wild- oder auch Hyänenhunde ein junges Impala jagen, ist ein erschreckend natürliches Ereignis. Hyänen, Schakale und auch Erdwölfe sieht man meist nur früh morgens oder abends, meistens schlawinern sie einzeln irgendwo herum und klauen Campern ebenso gerne den Proviant wie ihre affigen Kollegen.

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Der Nashornkäfer gehört zu den "Little Five", neben der Elefantenspitzmaus, dem Büffelwebervogel, dem Ameisenlöwen und der Leopardenschildkröte. Dieser hier gesellte sich beim Abendessen zu uns.

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Erstaunlich bunt ist die Vogelwelt Botswanas. Die Gabelracke ist der farbenprächtige, ehemalige Nationalvogel des Landes. Heute ist das die Riesentrappe, der größte, flugfähige Vogel Botswanas.

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Anreise: Von Frankfurt aus fliegt täglich eine Lufthansa-Maschine nach Johannesburg, nach Gaborone geht es weiter mit einer Propellermaschine von Air Botswana. Auch South African, Ethiopian und Kenya Airways bieten Flugrouten an, ebenso wie KLM und Iberia.

Einreise: Der Reisepass muss mindestens noch sechs Monate gültig sein, dann bekommt jeder Tourist bei Einreise ein 90 Tage gültiges, kostenloses Visum.

Reisezeit: Jede Jahreszeit hat für Tierbeobachter und Fotografen andere Reize. Physisch gilt: Im Sommer (Dezember, Januar, Februar) kann es extrem heiß werden, im Winter dagegen extrem kalt. Am Ende der Trockenzeit (Oktober, November) herrscht ein eher gemäßigtes Klima und viele Tiere bekommen Nachwuchs. Außerdem gehen die Preise etwas runter.

Unterkunft: Botswana ist ein eher teures Reiseland, aber auch traumhaft zum günstigeren Campen. Das geht gut im Dachzelt auf den komplett ausgestatteten Mietwagen (zwischen 50 und 200 Euro am Tag). In größeren Städten wie Gaborone, Francistown und Maun gibt es auch ein paar Hotels und Guesthouses, wobei Letzte noch nicht so verbreitet sind. Am schönsten übernachtet man definitiv in den abgelegenen All Inclusive-Lodges, wob die Nacht dann aber auch zwischen 300 und 1000 Euro kostet. Anbieter sind z.B. Ker&Downey, Andbeyond oder Desert&Delta (Betreiber der Savute Safari Lodge).

Währung: Botswanische Pula sollte man in jedem Fall immer dabei haben. Auch wenn das Land recht sicher ist, seinen Wagen lässt man trotzdem immer vom Wächter beaufsichtigen. Und der bekommt dann auch ein paar Pula.

Sprache: Die Einheimischen sprechen Setswana, aber Amtssprache ist auch Englisch. Außerdem hört man immer wieder mal die Klicklaute der Khoisan.

Gesundheit: Für Botswana sind zwar keine Impfungen vorgeschrieben, aber der Norden ist Malariagebiet. Vorher also mit dem Arzt über mögliche Abwehr sprechen.
In die Reiseapotheke gehören neben Pflastern, Schmerztabletten und Antiseptika vor allem auch Sonnen- und Mückenschutz. In den meisten Hotels ist dieser aber auch immer schon auf dem Zimmer vorrätig.

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Die meisten Touristen bereisen den Norden Botswanas, entlang des Chobe River hinein ins Okawango-Delta. Entdecke diese und weitere Top-Spots im Land, indem Du mit dem Finger oder der Maus über die nächste Seite fährst.

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Für eine Safari solltest du generell nicht zu viel mitschleppen, denn unterwegs willst du nicht dauernd ein- und auspacken. Ein paar Dinge aber sollten dabei sein:

- Fernglas: Die meisten Tiere werden zwar sehr nah an dich herankommen, aber es macht auch Spaß, sich die wunderschönen Vogelarten genauer anzusehen. Und derjenige zu sein, der den Leoparden im Baum als Erster entdeckt.

- Mückenschutz: In den meisten Hotels und Lodges ist Mückenschutz vorhanden. Wer mit Zelt unterwegs ist, sollte sich vor Abfahrt mit dem lokalen Produkt "Peaceful Sleep" ausstatten. Aber Achtung: Nase zuhalten beim Sprayen!

- Kleidung: Tagsüber reichen gerade an warmen Tagen kurze, leichte Sachen. Abends aber kommen vor allem in der Regenzeit die Mücken, was im Malariagebiet nicht ungefährlich ist. Also auch lange Hosen, Hemden und Pullis einpacken. Im Outdoor-Laden gibt es Kleidung, deren Fasern dicht gewebt sind und deren Fasern schon Mittel enthalten, die Insekten abwehren.

- Sonnenschutz: Immer eincremen, auch wenn die Sonne nicht scheint!

- Film- und Fotoausrüstung: Scrolle nach unten!

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Egal, wen man fragt: Auf Safari hat praktisch jeder ein Gepäckproblem. Fotografen tragen oft einen größeren Koffer für die Ausrüstung als für ihre Kleidung. Wer aber einfach seine Reise in Ton und Bild festhalten will, kommt mit viel weniger aus: dem Smartphone!

Viele der Bilder und alle Videos in dieser Reportage sind mit der Kamera des Samsung Galaxy 7 entstanden – die Qualität ist top und es passt in die Hosentasche. Einziger Nachteil: Der Zoom. Für Nahaufnahmen braucht man nach wie vor ein starkes Objektiv, aber auch das gibt es inzwischen zum Aufsetzen auf die Linse des Smartphone. Und außerdem viele Mikrofone, mit denen der Ton viel gerichteter aufgenommen werden kann.

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Es ist maßgeblich drei Häuptlingen und einer späten Entdeckung zu verdanken, dass Botswana heute das friedlichste und drittsicherste Land Afrikas ist. Gesellschaftlich fest verankert ist das regelmäßige Treffen in der Kgotla (gesprochen "Chotla"), wo offen über Probleme und Lösungen im Dorf diskutiert werden darf. Die Demokratie ist in Botswana also wesentlich älter als das Land selbst, denn das feierte gerade erst seinen 50. Geburtstag.

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Rund um das Jahr 1885 tobten diverse Kämpfe aim südlichen Afrika – zwischen den Stämmen und Völkern untereinander, zwischen Kolonialherren und Häuptlingen. Botswana lag mittendrin und sah die Bedrohung von beiden Seiten kommen, den Buren und den Ausbeutern aus der Ferne. Also taten sich die drei Stammesväter Khama III., Bathoen I. und Sebele I. zusammen und baten 1885 lieber um britischen Schutz als sich überrennen zu lassen. In der Rückschau gerade rechtzeitig, könnte man sagen. Denn nur zehn Jahre später mussten sie nach London reisen und auf ihre vertraglichen Rechte pochen, um nicht an Cecil Rhodes – der sie einst bei ihrem Schutzgesuch unterstützt hatte – verschachert zu werden.

Rhodes war 1870 als kränklicher Junge von 17 Jahren zur Erholung nach Südafrika geschickt worden. 1902 starb er dort als steinreicher Mann, der Nord- und Südrhodesien (heute Sambia und Simbabwe) seinen Namen hinterlassen und die Geschichte Südafrikas geprägt hatte wie kaum ein Zweiter. Seine 1880 gegründete Diamantenfirma De Beers besteht bis heute, zusammen mit dem botswanischen Staat betreibt sie die Firma Debswana. 2011 hat diese ihren Sitz von London nach Gaborone verlegt, um Diamanten nicht nur zu fördern, sondern auch im eigenen Land zu bearbeiten, zu vermarkten und zu verkaufen.

Denn davon lebt Botswana trotz Viehwirtschaft und wachsendem Tourismussektor nach wie vor: den Diamanten. Wären sie früher entdeckt worden – wer weiß, ob das Land hätte eigenständig werden dürfen. Aber es war erst im Jahr 1967, ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung, als sich Seretse Khama, der Enkel Khamas III. und erster Präsident Botswanas, mit seinem Volk über die nun auch winkende finanzielle Unabhängigkeit freuen konnte. Dabei hatten das Volk und sein Präsident schwere Zeiten hinter sich.

1948 hatte Seretse Khama eine internationale Krise ausgelöst. Weil er, der Prinzregent des Bangwato-Stammes, eine weiße Frau, eine Britin, heiraten wollte. Die hatte er während seines Studiums in London kennengelernt, was weder den Häuptlingen noch der britischen Regierung gefiel. In Botswana war es Tradition, dass der Häuptling eine von den Oberhäuptern ausgewählte Motswana heiratete. Und auf der anderen Seite standen gemischtrassige Verbindungen in Apartheid-Regierungen unter Strafe.

Dennoch: Nach einer leidenschaftlichen Ansprache in seiner Heimat wurde am 29. September 1948 geheiratet. Das Paar wurde weiterhin sabotiert, blieb aber unzertrennlich und bekam drei Kinder: Ian, Anthony und Jacqueline. Was der Erstgeborene beruflich macht? Präsident sein natürlich!

Klingt filmreich, die Geschichte – dachte sich auch Regisseurin Amma Asante und machte einen draus. Kinostart in Deutschland: 30. März 2017.

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Der Film erzählt die Liebesgeschichte zwischen der Engländerin Ruth Williams und dem botswanischen Thronfolger Seretse Khama, der mit seiner Entscheidung für eine weiße Frau gleich zwei Staatskrisen auslöst.

In Botswana feierte der Film bereits Premiere, nach Deutschland kommt er Ende März 2017.

Offizieller Trailer zum Film "A United Kingdom" mit Rosamund Pike und David Oyewolo
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Die von Seretse Khama gegründete Botswana Democratic Party (BDP) führt nun seit über 50 Jahren die Regierungsgeschäfte. Viele Menschen sind zufrieden, denn das Geld aus dem Diamantengeschäft bleibt im Land und finanziert die soziale Versorgung – Schulpflicht, medizinische Grundversorgung, sozialer Häuserbau (es heißt so, denn in Botswana gibt es praktisch keine Wohnungen).

Gegenstimmen meinen, dass dem Präsidenten zu viel Entscheidungsgewalt obliegt. So formierte sich 2010 aus den Reihen der BDP heraus eine neue Partei, die Botswana Movement for Democracy (BMD). Ob sie bei den nächsten Wahlen 2019 nennenswert Stimmen sammeln kann, ist derzeit schwer abzuschätzen.

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Kapitel 1 Im Reich der Elefanten

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Kapitel 2 Auf Safari in Savuti

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Kapitel 3 Aber was war jetzt mit der Landschaft?

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Kapitel 4 Sonnenuntergang im Okavango-Delta

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Kapitel 5 Willst du jetzt auch nach Botswana?

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